Auch in Deutschland werden die Sommer immer heißer. Trotzdem haben die meisten Wohnungen keine Klimaanlage. Warum eigentlich?
Nur etwa sechs Prozent der Menschen in Deutschland haben eine Klimaanlage. In den USA sind es ungefähr 90 Prozent. Lange war das in Deutschland auch kein großes Problem: Die Sommer waren nicht so heiß wie in wärmeren Ländern.
Aber Hitze kann gefährlich sein. Ein Beispiel: 2018 war ein sehr heißer Sommer, und etwa 8400 Menschen in Deutschland sind an den Folgen der Hitze gestorben. Das Land braucht also Lösungen.
Warum kaufen die Menschen dann keine Klimaanlage? Dafür gibt es mehrere Gründe. Klimaanlagen brauchen viel Strom, und sie sind nicht gut für das Klima. Außerdem denken viele Deutsche, dass eine Klimaanlage ein Luxus ist.
Ein wichtiger Grund ist auch die Miete. Die meisten Menschen in Deutschland wohnen nicht in einer eigenen Wohnung, sondern zur Miete. Der Vermieter muss garantieren, dass es in der Wohnung im Winter warm genug ist. Darum hat fast jede Wohnung eine Heizung. Eine maximale Temperatur im Sommer muss er aber nicht garantieren. Und für eine Klimaanlage in einer Mietwohnung muss der Vermieter seine Erlaubnis geben.
Was machen die Menschen also, wenn es heiß ist? Viele schwitzen einfach. Andere stellen einen Ventilator auf oder machen tagsüber die Fenster dunkel. Manche werden kreativ: Sie gehen in den kühlen Supermarkt, essen viel Wassereis oder sitzen im Homeoffice mit dem Laptop in der Badewanne mit kaltem Wasser.