In Wien sitzt seit dem Sommer ein riesiger Hase auf einem Museum. Er ist pink und gut zu sehen – auch von weit weg.
Der Hase ist eine Skulptur des deutschen Künstlers Ottmar Hörl. Er ist ungefähr 2,5 Meter hoch und wiegt 120 Kilogramm. Seit dem 1. Juli steht er auf dem langen Flugdach der Albertina. Das Museum feiert in diesem Jahr seinen 250. Geburtstag. Mit dem Hasen möchte es zeigen: Hier gibt es ein Jubiläum! Bis zum Ende des Jahres bleibt er auf dem Dach.
Aber warum gerade ein Hase? Die Skulptur erinnert an ein sehr berühmtes Kunstwerk: den „Feldhasen“ von Albrecht Dürer. Der Maler hat den Hasen im Jahr 1502 sehr genau und mit vielen Details gemalt. Das Bild kennen bis heute sehr viele Menschen. Seit Generationen sieht man es auf Postkarten, auf Zeichenblöcken und auf anderen Sachen für die Schule.
Dürers „Feldhase“ ist klein, braun und sehr naturgetreu. Der Hase von Ottmar Hörl ist das Gegenteil: groß, einfarbig und knallig pink. So wird ein altes Bild plötzlich wieder neu und auffällig.