LESEN · Wissenschaft & Technik

56-mal um die Erde

Перша німкеня на орбіті розповідає, чим морське судно схоже на космічний корабель, чому в невагомості спершу нудить і що для неї важливіше за славу.

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Ein Traum vom All

Würdest du gern ins All fliegen? Was wäre für dich das Schönste – und was das Schwierigste? Welche Eigenschaften braucht eine Astronautin oder ein Astronaut?

🇺🇦 Українською Подумай (або обговоріть у парі): які якості потрібні людині, що живе в тісному космічному кораблі? Чи знаєш ти українських космонавтів? Як гадаєш, хто ще, крім державних агентств, сьогодні літає в космос?

2025 ist Rabea Rogge als erste deutsche Frau in den Orbit geflogen – und als dreizehnter Mensch aus Deutschland überhaupt. Mit der privat finanzierten Mission Fram2 hat sie die Erde 56-mal umrundet. Inzwischen hat sie ein Buch über ihre Erfahrungen geschrieben. In einem Interview mit Deutsch perfekt hat sie davon erzählt.

Die Rakete der Mission Fram2 startet vom Kennedy Space Center.
Die Rakete der Mission Fram2 startet vom Kennedy Space Center. Foto: Robert Mason, U.S. Space Force, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Eigentlich ist Rogge Elektroingenieurin. In Norwegen schreibt sie ihre Doktorarbeit über Roboter: Sie untersucht, wie Maschinen in extremen Umgebungen Entscheidungen treffen. Privat liebt sie das Abenteuer. Sie war auf Expeditionen im Ozean vor Westafrika und in der Arktis, und nach dem Studium war sie drei Monate mit Sea Shepherd auf See, einer Organisation zum Schutz der Meere.

Diese Zeit auf dem Schiff hat ihr beim Training geholfen, erzählt sie. Auf See und im Raumschiff gelten nämlich ähnliche Regeln: Die Technik darf nicht versagen, Entscheidungen müssen schnell und ohne Fehler fallen, und Platz für sich allein hat man kaum. Darum sei gute Kommunikation essenziell. Wie wichtig dabei Vertrauen und Ehrlichkeit in einer Crew sind, sei ihr erst in der Vorbereitung richtig klar geworden.

Dass sie wirklich fliegen würde, hat Rogge nach eigenen Worten erst auf der Startrampe geglaubt. Denn der Termin eines Starts kann sich jederzeit verschieben – kurz davor gab es sogar ein heftiges Gewitter. Dann hörte sie ein tiefes Grollen und spürte, wie alles wackelte. Als die Crew plötzlich schwerelos war, fand sie das fantastisch. Ihr Kollege Eric probierte sofort aus, wie man durch die Kabine schwebt. Ihr selbst ist zuerst schlecht geworden.

Ein Gewitter vor dem Start: Blitze hinter der Fram2-Rakete.
Ein Gewitter vor dem Start: Blitze hinter der Fram2-Rakete. Foto: Robert Mason, U.S. Space Force, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Später ging es ihr besser, und sie konnte auch essen. Das Essen im All fand sie in Ordnung, aber nicht mehr. Lustig war, dass sich die Crew M&Ms durch die Kabine zuwarf, und es gab eine Art Bonbon mit Kaffeegeschmack und Koffein. Rogge wünscht sich, dass Weltraumessen besser wird, denn auf langen Missionen ist gutes Essen wichtig für die Moral. Das kennt sie schon vom Schiff: Dort hatte ihrer Meinung nach der Koch den wichtigsten Job.

An Bord hat die Crew 20 Experimente gemacht, zum Beispiel für die NASA und die Berliner Charité. Vermutlich am wichtigsten war die Frage, wie gut sich der menschliche Körper an extreme Bedingungen anpasst. Einen Konflikt zwischen privaten und wissenschaftlichen Interessen gab es laut Rogge nicht: Die ganze Crew wollte das Beste aus der Mission machen. Wer zu den ersten rund 700 Menschen im All gehört, habe ein großes Privileg – und müsse der Gesellschaft etwas zurückgeben. Für sie ist das die Wissenschaft.

In den Medien war oft vor allem Thema, dass sie die erste deutsche Frau im All war. Das hat sie manchmal genervt. Trotzdem findet sie das Thema wichtig: Die Forschung habe noch große Lücken, wenn es um Frauenkörper gehe – auf der Erde genauso wie im All. Gleichzeitig wünscht sie sich eine Gesellschaft, in der Talent und Expertise zählen und nicht das Geschlecht.

Noch einmal ins All zu fliegen, ist für Rogge keine Priorität. Wichtiger ist ihr, mit Freude zu arbeiten und mit ihrer Forschung zur Robotik etwas für die Gesellschaft zu tun. Die Crew und die Zeit im All vermisst sie aber sehr. Als sie nach der Landung einen Becher Wasser in der Hand hielt, wurde ihr klar, dass sie Flüssigkeit ohne Schwerkraft wohl nie wieder beobachten wird.

Worum geht es?

а) Обери правильну відповідь.

б) Який заголовок пасує до якого абзацу? Номери абзаців — у тексті (кнопка «📄 Text»).

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Прочитай твердження. Якщо в тексті про це нічого не сказано — обирай «steht nicht im Text».

Das Interview

Текст написано за мотивами інтерв'ю. Яка відповідь Рабеї Рогге пасує до якого запитання журналістки?

Wortschatz

а) Яке пояснення німецькою пасує до слова?

б) Встав слова з рамки в правильній формі.

VertrauenverschobenschwerelosvermisstAbenteuerPriorität
1) Eine Expedition in die Arktis ist ein echtes .
2) Ein Raketenstart wird oft , zum Beispiel wegen eines Gewitters.
3) In einer kleinen Crew ist gegenseitiges sehr wichtig.
4) Im Orbit ist man und kann durch die Kabine fliegen.
5) Ein zweiter Flug ins All hat für Rogge keine .
6) Nach der Mission hat sie ihre Crew sehr .

Von der Erde ins All und zurück

Розстав події в тому порядку, у якому вони відбувалися. Натискай речення по черзі; натиснеш на вже поставлене — воно повернеться вниз.

Deine Meinung

Напиши відповіді німецькою (5–8 речень на кожне питання). Вставляти текст не можна — пиши сам(а).

🇺🇦 Підказка Корисні звороти: Einerseits …, andererseits …; Ich bin der Meinung, dass …; Dafür spricht, dass …; Dagegen spricht, dass …; Ich würde (nicht) gern …, weil …

Wörter aus dem Text

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Fertig!

Rabea Rogge ist 2025 als erste deutsche Frau in den Orbit geflogen – mit einer privaten Mission. An Bord hat die Crew Experimente gemacht, unter anderem für die Berliner Charité. Rogge wünscht sich eine Gesellschaft, in der Talent zählt, nicht das Geschlecht – und ein Flug ins All ist ein Privileg, das der Gesellschaft nützen soll.

🇺🇦 Українською Рабея Рогге 2025 року першою з німецьких жінок полетіла на орбіту — у приватній місії. На борту екіпаж проводив експерименти, зокрема для берлінської клініки Шаріте. Рогге хоче, щоб у суспільстві важив талант, а не стать, а політ у космос — привілей, який має приносити користь суспільству.