Weiße Felsen, lange Sandstrände und viel Natur: Die deutschen Inseln in der Ostsee sind ein beliebtes Reiseziel. Hier sind sechs von ihnen.
Fehmarn
Fehmarn gehört zu Schleswig-Holstein und ist die drittgrößte Insel Deutschlands. Die Sonne scheint hier etwa 2200 Stunden im Jahr. Zum Festland führt die Fehmarnsundbrücke, ein Wahrzeichen des Bundeslandes. Im Hafen Burgstaaken verkaufen Fischer ihren Fisch direkt vom Boot. Im Naturschutzgebiet Wallnau leben über 280 Vogelarten.
Poel
Poel liegt zwischen den Hansestädten Rostock, Wismar und Lübeck. Auf der Insel wohnen nur gut 2500 Menschen, die Hälfte davon im Hauptort Kirchdorf. Ein Museum zeigt, wie man hier früher gelebt hat. Im Westen und Norden gibt es drei Badeorte mit schönen Stränden.
Rügen
Rügen in Mecklenburg-Vorpommern ist die größte Insel Deutschlands. Trotzdem ist kein Ort weiter als zehn Kilometer vom Meer entfernt. Berühmt sind die weißen Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund. In den Seebädern Binz und Sellin sieht man die typische Bäderarchitektur: elegante Häuser aus dem 19. und 20. Jahrhundert.
Usedom
Usedom heißt oft „Sonneninsel“, denn hier scheint die Sonne besonders viel. Bekannt sind die drei Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin mit ihren langen Seebrücken. Ein Teil der Insel gehört zu Polen. Dort liegt Świnoujście (deutsch: Swinemünde), die größte Stadt der Region. So besucht man auf einer Reise zwei Länder.
Hiddensee
Die kleine Insel Hiddensee hat einen schönen Spitznamen: „Söte Länneken“, plattdeutsch für „süßes Ländchen“. Autos sind hier verboten. Man geht zu Fuß, fährt Fahrrad oder nimmt die Pferdekutsche. Galerien, Museen und Konzerte machen Hiddensee zu einer Insel der Kultur.
Vilm
Vilm ist eine sehr kleine Insel mit einem alten Wald. Schon 1812 hat ein Fürst die Bäume vor Napoleons Soldaten gerettet. Von 1960 bis 1990 durften hier nur Politiker der DDR-Führung Urlaub machen, zum Beispiel Erich Honecker. Heute ist die Natur streng geschützt: Besucher kommen nur mit einer Führung auf die Insel, in der Saison höchstens 60 am Tag.