Die Sommer in Deutschland werden immer heißer. In der Schule gibt es dann manchmal Hitzefrei. Aber was ist mit den Erwachsenen im Büro?
Früher nach Hause
Fast alle deutschen Kinder kennen das Wort „Hitzefrei“. Wenn es draußen sehr heiß ist, fällt der Unterricht aus oder endet früher. Die Regeln sind aber nicht überall gleich, denn jedes Bundesland entscheidet selbst. In Baden-Württemberg zum Beispiel empfiehlt das Kultusministerium Hitzefrei nach der vierten Stunde, wenn es um 11 Uhr schon 25 Grad im Schatten sind. Am Ende entscheidet meistens die Schulleitung.
Für Erwachsene sieht es anders aus: Arbeitnehmer haben kein Recht auf Hitzefrei. Der Arbeitgeber muss aber auf die Gesundheit seiner Mitarbeiter achten. Ab 26 Grad im Büro soll er etwas tun, damit es am Arbeitsplatz kühler wird.
Shorts im Büro?
Trotz der Hitze tragen viele Geschäftsleute im Sommer einen Anzug, ein Hemd und eine Krawatte. Durch die vielen Hitzewellen in Europa gibt es jetzt eine neue Frage: Darf man im Büro kurze Hosen tragen? Und muss sich der Dresscode an die höheren Temperaturen anpassen? Die Nachrichtenagentur Bloomberg hat eine Umfrage gemacht. Das Ergebnis: Nur 45 Prozent finden Shorts im Büro in Ordnung.
Immer mehr heiße Tage
Wissenschaftler sind sicher: Der Klimawandel macht Hitzewellen häufiger und stärker. Auch lange Zeiten mit wenig oder gar keinem Regen kommen öfter vor. In Deutschland ist das deutlich zu sehen. Nach Zahlen des DWD gibt es heute dreimal so viele Tage mit mindestens 30 Grad wie in den 1950er-Jahren: im Durchschnitt neun statt drei pro Jahr.
Hitze ist gefährlich: In Europa sterben jedes Jahr Zehntausende Menschen an den Folgen von Hitzewellen. Aber man kann etwas tun. In Städten helfen zum Beispiel mehr Pflanzen: grüne Flächen, grüne Fassaden und grüne Dächer.