Vor über 2200 Jahren zog der Feldherr Hannibal mit einer riesigen Armee über die Alpen. Aber welchen Weg hat er genommen? Darauf gibt es jetzt eine neue Antwort – aus Deutschland.
Hannibal kam aus Karthago in Nordafrika und kämpfte gegen Rom. Mit 40 000 Soldaten, 7000 Pferden und 37 Elefanten ist er über die Alpen gegangen. Diese Reise ist bis heute legendär.
Bis jetzt hat man gedacht, dass Hannibal über den Pass Col du Clapier gegangen ist. Forscher der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung haben das jetzt neu untersucht. Ihre Ergebnisse haben sie in einer bekannten wissenschaftlichen Zeitschrift aus den USA publiziert.
Das Ergebnis: Wahrscheinlich ist die Armee über einen anderen Pass gewandert, den Col de la Traversette. Für diesen Weg braucht man nämlich viel weniger Energie. Das war wichtig, denn die Reise war sehr hart: Die Soldaten haben wahrscheinlich 19 Prozent von ihren Fettreserven verloren. Viele haben das nicht überlebt – die Reise war für sie tödlich.
Hundertprozentig sicher ist das Ergebnis aber nicht. Hannibal hatte damals natürlich kein GPS – genaue Daten über seinen Weg gibt es also nicht.